Das Logo der Deutschen Ayurveda Stiftung neben einem Stapel weißer Bücher

Qualitativ hochwertige Fachpublikationen sind ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung und Anerkennung des Ayurveda im deutschsprachigen Raum. Sie schaffen Orientierung, ermöglichen wissenschaftlichen Diskurs und tragen dazu bei, ayurvedisches Wissen verantwortungsvoll in Medizin, Praxis und Öffentlichkeit zu vermitteln.

Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Ayurveda Stiftung den Dhanvantari-Publikationspreis sowie den Deutschen Ayurveda-Buchpreis ins Leben gerufen. Beide Auszeichnungen würdigen herausragende schriftliche Arbeiten, die Ayurveda fachlich fundiert, differenziert und zeitgemäß darstellen.

Ayurveda in der Forschung sichtbar machen

Der Dhanvantari-Publikationspreis richtet sich an wissenschaftliche Arbeiten, die einen relevanten Beitrag zur Ayurveda-Forschung leisten. Bei der Online-Preisvergabe am 10. Dezember 2025 wurde Julia K. Schiele für ihre Arbeit und die ihrer Kollegen mit dem Titel Wellness or medicine? Use and perception of Ayurveda in Germany: data from on online-representative cross-sectional study“ ausgezeichnet.

Die Studie schließt eine bislang bestehende Forschungslücke, indem sie untersucht, wie Ayurveda im deutschen Gesundheitskontext wahrgenommen, eingeordnet und genutzt wird. Damit liefert sie wichtige Erkenntnisse für die wissenschaftliche Auseinandersetzung ebenso wie für die praktische Weiterentwicklung des Fachgebiets.

Die Auszeichnung würdigt insbesondere die methodische Qualität der Studie, ihre analytische Tiefe sowie ihre Relevanz für den Dialog zwischen Ayurveda, moderner Medizin und Gesellschaft.

Wissen fundiert und verständlich vermitteln

Mit dem Deutschen Ayurveda-Buchpreis werden Buchveröffentlichungen ausgezeichnet, die Ayurveda medizinisch fundiert, klar strukturiert und zugleich gut verständlich darstellen. Preisträgerin 2025 ist Dr. Hedwig H. Gupta mit ihrem Buch „Medical Cooking: Ayurvedische Ernährung“, das ayurvedisches Wissen sowohl für Fachkreise als auch für interessierte Laien zugänglich macht.

Das Werk verbindet die klassische ayurvedische Lehre mit heutigen medizinischen Fragestellungen und zeigt praxisnah auf, wie Ayurveda verantwortungsvoll angewendet und vermittelt werden kann. Besonders hervorgehoben wurde die gelungene Balance zwischen fachlicher Tiefe, wissenschaftlicher Einordnung und verständlicher Sprache.

Qualität als gemeinsamer Maßstab

Die Auswahl der Preisträgerinnen erfolgte durch eine fachlich ausgewiesene Jury. Mit Dr. Christine Huber und Dr. Stephania Lorenz waren auch zwei Vorstandsmitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda (DGA) an Juryarbeit bzw. Laudation beteiligt. Darüber hinaus war die DGA als Kuratoriumsmitglied der Deutschen Ayurveda Stiftung in den Gesamtzusammenhang der Preisverleihung eingebunden.

Diese Konstellation verdeutlicht das gemeinsame Verständnis von Qualität, wissenschaftlicher Sorgfalt und verantwortungsvoller Vermittlung im Ayurveda. Die ausgezeichneten Werke zeigen exemplarisch, wie fundierte Forschung und qualitätsvolle Fachliteratur dazu beitragen können, Ayurveda im zeitgenössischen medizinischen und gesellschaftlichen Diskurs weiter zu verankern.